Sarahs Briefkasten
Sarahs Briefkasten steht an einem virtuellen Ort und empfängt die Post meiner virtuellen Freundin.Ihr schreibe ich meine Gedanken und Erkenntnisse.Es sind Briefe, die zeigen, was in meinem Leben geschieht und zu welchen Erkenntnissen mich diese Begebenheiten führen Wenn dem Leser mit diesen Briefen ebenfalls Erkenntnisse zukommen, dann freuen sich Sarah und ich ganz besonders
05/04/2008
Liebe Sarah
Du wirst
Dich über die Geschehnisse freuen, die ich Dir heute schreiben möchte. Wieder schliesst sich ein Kapitel meiner Seelenreise. Der Titel dieses Briefes könnte lauten:
Das Universum ist einfach perfekt!!!
Vor Kurzem habe ich in einer Session eine uralte Geschichte in mir aufgedeckt. Es ging damals um ein Leben, in dem der Ehrenkodex der damaligen Zeit und Handlungen daraus zu einem Desaster geführt haben. Die Auswirkungen in meinem heutigen Leben sind Angst vor Armut und Elend. Oft taucht auch eine Angst davor auf, im Leben eines anderen eine Katastrophe auszulösen.
Das Bemerkenswerte an der Sache ist jedoch nicht die Geschichte, sondern, wie sich diese Erinnerung vollkommen in Liebe gelöst hat.
Am gleichen Tag, an dem ich meine Ereignisse in mir offenlegen konnte, hat sich die Person, die damals mit mir zu tun hatte, ebenfalls ein Problem gestellt. Sie konnte jedoch keine Lösung finden. Da ich ihr Vertrauen geniesse, hat sie mich zwei Tage später angerufen und mich um Hilfe gebeten. Ich war sprachlos, als sie mir mir zu schildern versuchte, was bei ihr los war. Ich sagte ihr, was ich in mir aufgedeckt habe
und wie es mit ihr zusammen hängt. Ich konnte Details bringen, die sie sprachlos machten. Ihre jetzige Situation widerspiegelte exakt, was damals seinen Anfang genommen hat. Das hat ihr jetzt die Möglichkeit gegeben, ihre Situation zu verstehen. Sie kann sich ganz anders der Lösung öffnen. Faszinierend ist auch, dass ich sie erst an jenem Abend informieren konnte, da ich Tage zuvor einfach nie einen passenden Augenblick finden konnte oder ich das Gefühl hatte, es wäre nicht der beste Zeitpunkt. Das Universum hat so perfekt gearbeitet, dass sich alles spielend leicht offenbart hat und wir beide das völlig gelöst und in einer liebevollen Art und Weise in uns verabschieden konnten und die Zusammenhänge verstehen konnten. Jetzt ist ein Gefühl der tiefsten Freude da. Grace hat wirklich eine Hand für Perfektion! Amazing Grace!!!
Herzlichst Simonne
03/08/2006
Liebe Sarah
wenn ich auf die Zeilen im letzen Brief schaue, dann kann ich mich nur freuen.
Es ist viel Zeit vergangen und die Ausbildung ist nun beendet. Jedes dieser
grossartigen Retreats hat seine Wirkung nachhaltig gezeigt. Nichts ist mehr so,
wie es damals war! Und das ist ein schönes Gefühl. Du hast wieder lange auf
Post warten müssen - und ich weiss, dass Du Dich wieder riesig freuen kannst!
Nun möchte ich Dir doch eine Begebenheit schildern, die aus dieser wundervollen
Journey-Arbeit entstanden ist. Damit Du auch Anteil nehmen kannst, wie diese
Arbeit sich entwickelt hat und was ich daraus bereits alles gelernt habe und was
mir Grace immer wieder schenkt. Es ist eine anfangs kleine und an sich nicht
wirklich bedeutende Begebenheit, die mittlerweile grosse Auswirkungen hat.Cléo, meine schwarze und wunderschöne Katzendame, hat sich vor fast drei
Wochen eine sehr unangenehme Blasenentzündung eingefangen. Das ist im Grunde
für eine Katze nichts Besonderes und kann relativ schnell behoben werden. Daher
habe ich mir auch keine grossen Gedanken gemacht. Wir sind - sie in der Box und
ich im Wagen - an einem Abend zu ihrer Ärztin gefahren. Cléo hat ihre Frau
Doktor echt lieb und daher ist sie auch immer ganz ruhig. Doch wenn es dann mit
diesem kalten Gel und dem Ultraschall auf ihrem Bauch los geht, dann ist Cléos
Laune im Eimer. Somit war es nicht wirklich ihr Abend und meiner auch nicht,
denn mit fünf Spritzen bepackt bin ich wieder nach Hause. Du kannst Dir
vorstellen, wie das ist, wenn Du einer Katze eine Spritze setzen musst, die
davon gar nichts wissen will! Daher habe ich mich mit Cléo erst einmal
hingesetzt und ihr über Bilder geschildert, warum wir das machen müssen. Cléo
ist recht ruhig gewesen, doch ihre Begeisterung war Null. Also hat mir meine
gute Freundin an einem Tag geholfen, Cléo zu halten und mein Nachbar die
folgenden Tage.Es wurde jedoch zunehmend mühsamer für sie und für mich. Mir war jedes Mal
ganz sonderbar im Brustbereich, wenn ich die Spritze genommen habe und Cléo
gerufen habe. Am vierten Tag habe ich beschlossen, dass das so nicht mehr geht.
Cléos Frau Doktor hat dann gemeint, wir könnten das jetzt mit Tabletten
machen. Welche Erleichterung! An diesem Tag hatte ich einen Klienten, der eine
wundervolle Lichtarbeit macht. Wir sind - Du kannst es Dir ja denken - auf Tiere
zu sprechen gekommen. Mitten im Gespräch sieht er mich an und sagt: ¨Ihre
Katze macht grossartige Arbeit. Sie sollten das alles genauso weiter
machen. Nehmen sie ihre Katze auf den Schoss und verbinden sie sich mit
Mutter Erde. Ihre Katze löst enorme Blockaden, die im Tierreich noch verhaftet
sind. Unter diesen Blockaden sind die jetzt freien Kräfte.¨ Zuerst dachte ich,
dass ich mich verhört hätte. Doch seine Worte erklärten, weshalb Cléo auch
verängstig reagierte und Woodstock, mein Kater, keinerlei solche Reaktionen
zeigte. Im Gegensatz zu Cléo hat er auch keine traumatische Vorgeschichte.
Daher auch keine Resonanzen auf diese Blockaden, welche die Mutter Erde jetzt
auflöst.Nach diesen Worten habe ich mich am Abend mit Cléo auf den Balkon gesetzt.
Cléo hatte enorme Reaktionen, als wir diese Meditation machten. Sie zitterte
und war ganz steif in meinen Armen. Plötzlich wurden die Energien um uns ganz
fein, leicht und lieblich. In diesem Augenblick haben sich bei Cléo alle
Spannungen gelöst. Sie hat sich entspannt und war ganz ruhig auf meinem Schoss.
Nach dieser Meditation hat sich die Blasenentzündung sehr gebessert - doch weg
war sie nicht.Das hat in mir dann meinen Prozess ausgelöst. Du kannst Dir ja vorstellen, wie
toll ich das finde, wenn meine Katze krank ist. Dass es nach zwei Wochen noch
nicht weg ist und auch nichts zur Besserung zu sehen ist.Das hat in mir dann gewaltige Schuldgefühle ausgelöst. Ganze Register von
Versagen und Fürsorge nicht perfekt leisten können, sind da abgelaufen.Eines Morgens habe ich mich zu einem JourneyProzess hingesetzt und habe diese
Schuld- und Versagensgefühle angenommen. Am Lagerfeuer hat sich dann Cléo
gezeigt. Ich habe ihr dann gesagt, was ich empfinde. Stell Dir diese schöne,
schwarze Katze vor, die mir dann sagt, dass ich diese Schuld- und
Versagensängste auflösen kann. Sie würde nichts missen, ihr würde es an
nichts mangeln. Dass sie das mache, das sei ihr Wille. Ich solle nur das machen,
was ich könne, nicht mehr. Und ich müsse auch nichts anders machen. Es sei
alles perfekt für sie. Sie fühle sich sicher und geborgen in ihrem Zuhause mit
mir. Das waren jene Worte, die mein Herz masslos erleichtert haben. Es hat die
Last von mir genommen, zu sehen, was los ist, genau zu spüren, was sein muss
und keine Fehler zu machen, weil ich mit Cléo keine Worte der Erklärung
erwarten kann.Nach diesem Prozess war mir ganz leicht. Cléo lag neben mir und hat mich
angesehen, als wolle sie sagen ¨na? Alles klar?¨ Ich musste lachen. Um mich
lagen Kleenex und ich spürte, dass nun wirklich etwas ganz Wichtiges geschehen
war.Seitdem hat Cléo immer wieder Tage, in denen noch immer Kräfte sich durch sie
auflösen. Generell können wir beide das viel leichter nehmen. Manchmal
überkommt mich noch immer die Sorge, doch ich kann sie gehen lassen. Cléo hat
auch eine ganz andere Art, sich ihre Zuwendung zu holen. Sie ist viel sicherer
in ihrem Auftreten geworden und zeigt ihre Liebe auf eine ganz feine und
aufmerksame Art und Weise. Die Kräfte, die sie transformiert, bringen viel Ruhe
und Frieden in ihr Wesen. Es ist wundervoll dabei zu sein, wie sie das jetzt
verändert und für die Tierwelt frei macht.Dieser Prozess mit Cléo am Lagerfeuer hat in mir enorm viel Schuld der Tierwelt
gegenüber aufgelöst. Ich bin mir bewusst geworden, wie viel unklare und
verborgene Schuld den Tieren gegenüber in mir gespeichert war. Mit Cléo so zu
sprechen, ihre Empfindungen zu hören und die Resonanzen in meinem Körper zu
spüren, war enorm heilsam. Es war befreiend die gesamte Reinigung zu empfinden
und das Vergeben war tief ergreifen. Auch die Devas aus der Tierwelt waren
anwesend und haben meine Bitte um Vergebung angenommen. Mich rührt es jetzt
noch, was sich da getan hat.Und das Wundervollste ist, dass ich die Veränderungen an Cléo sehen kann! Auch
Woodstock, mein sanfter Kater, zeigt Veränderungen und lebt diese neue Kraft
ebenfalls immer deutlicher. Ich bin so gespannt, was dieser grosse Prozess noch
alles zu Tage fördert.Mit ist bewusst geworden, dass die Journey-Arbeit weit mehr bewirken kann, als
nur die Arbeit mit und bei uns Menschen. Es ist durchaus möglich, die
Lichtarbeit auf diese Weise zu unterstützen. Das erfüllt mich mit einer
unendlich tiefen Dankbarkeit!Meine Liebe, nun weisst Du, was alles geschehen ist und ich hoffe, Du kannst
Dich auch so darüber freuen. Ich weiss ja, wie Du mit offenem Herzen diese
Zeilen lesen kannst. Sei lieb gegrüsst und bis bald!Meine liebe Sarah, ich wünsche Dir jetzt viel Freude, eine
wundervolle und liebevolle Zeit.
Simonne
22/01/2005
Liebe Sarah
es ist wieder viel Zeit vergangen, seit meinem letzten Brief. Du hast offenbar
auch einiges erledigen können und zu Hause hast Du Dich hoffentlich auch gut
eingelebt.Ich möchte in diesem Brief eine Begebenheit mit Dir teilen, die vor eineinhalb
Jahren begonnen hat und gestern ein traumhaftes Ende genommen hat.Du hast mir ja moralisch bei meinem Umzug im April letzten
Jahres geholfen. Man, war ich froh, dass Du immer wieder mit Ideen und
organisatorischem Talent geholfen hast! Nach meinem Einzug hat sich dann
herausgestellt, dass ich eine ziemlich lärmige Nachbarschaft in mein Leben
gezogen habe. Wir beide wissen ja, dass nichts im Leben sinnlos ist. Na ja, nur
manchmal ist es nicht gerade leicht, das zu akzeptieren.Ich habe Dir oft davon erzählt, dass ich das Gespräch gesucht habe, dass ich
geduldig immer wieder darum gebeten habe, sie mögen doch angesichts der
Ringhörigkeit des Hauses, Rücksicht nehmen und so weiter. Es hat nie wirklich
etwas gebracht. Dann habe ich im Frühling dieses Jahres beschlossen, die Sache
auf mentaler Ebene anzugehen. Ich habe begonnen, in den Augenblicken, die so
laut waren, mich auf Ruhe und Harmonie einzustimmen. Ich habe meine Wut
wahrgenommen, sie zugelassen, aber bewusst nicht auf die Menschen gerichtet. Ich
habe dann einfach die Wut in tatkräftige Energie umgesetzt und etwas mit den
Händen gemacht oder habe mich konzentriert an eine Arbeit gesetzt. Innerlich
habe ich mich darauf ausgerichtet, dass mein Umfeld harmonisch, friedliebend und
ausgeglichen ist. Das hat zumindest einmal für mich eine Entspannung
gebracht. Wenn es laut wurde, habe ich wenigstens nicht gleicht eine
aggressive Wut aufgebaut.Du kannst Dich sicher noch daran erinnern, wie ich mich im Sommer gefreut habe,
als alle zusammen drei Wochen weg waren! Du hast mir da die Idee gesteckt, dass
ich jetzt ein harmonisches Feld aufbauen könne. Nun, ich gebe zu, das habe ich
wohl in der Freude darüber, dass es ruhig ist, völlig verschlafen. Als sie
dann wieder zurück waren, war der Lärm wieder wie gewohnt und ich war aus
allen Wolken gefallen.Da wusste ich, dass es so nicht weiter gehen kann. Mir wurde bewusst, dass ich
viel gemacht hatte, aber oft und immer wieder, die positive Energie nicht
aufrecht gehalten hatte. Immer wieder habe ich davon erzählt, dass sie laut
sind. Wie soll sich da ein positives Feld halten können, wenn ich selbst es
immer wieder kaputt mache! Ja, Sarah, ich weiss, Du hast mir das immer wieder
gesagt.Dann habe ich an einem Weiterbildungswochenende in Beatenberg von Helga
den Tip bekommen, mit Tönen zu arbeiten. Diese CD hat Helga mir dann auch
geschickt. Du weisst doch, die dreizehn Schöpfungstöne von Joga Dass auf
Chakraphon gespielt und teilweise gesungen werden. Die habe ich jetzt auch in
der Praxis immer laufen. Sie bewirkt wundervolle Resultate mit den Behandlungen!An einem besonders lauten Abend hat dann der Geduldsfaden gerissen und ich habe
meinem Vermieter am Telefon gesagt, dass er und die Verwaltung jetzt was machen
müssen. Ich war so weit, dass ich ausziehen wollte. Ich gab mir eine Frist bis
nach der Deutschlandreise. Danach wollte ich die Veränderungen abwarten, welche
durch das Schreiben der Verwaltung von allen Beteiligten erhofft wurden.Die CD mit den Schöpfungstönen habe ich vor meiner Abreise nach Deutschland
eingelegt und sie Tag und Nacht laufen lassen. Mental habe ich darum gebeten,
sie möge Ordnung und Harmonie in meiner ganzen Umgebung aufbauen. Das konnte
zehn sich Tage in aller Ruhe aufbauen.Nachdem ich zurück gekommen bin, habe ich selbst festgestellt, dass ich mich
wieder auf mein Zuhause freuen kann. Dies war vor der Reise manchmal gar nicht
mehr der Fall gewesen. Da ich mit einem Lärmabend rechnete, war die Freude auf
die Wohnung verflogen. Stell Dir mal vor, was ich da alles an negativem
Vorgefühl aufgebaut hatte!! Da konnte sich die Situation wirklich nicht
bessern!Am 2. November war ich wieder in Beatenberg und wir haben intensiv an den alten
Mustern gearbeitet und viel Lichtarbeit an uns selbst gemacht. Dies war ganz
offensichtlich die Vorbereitung für das, was dann am 3. November bei mir zu
Hause abgelaufen ist.Liebe Sarah, ich brauche Dir kaum zu sagen, dass ich mir nichts mehr wünsche,
als mit den Menschen, die um mich herum sind, in Frieden zusammen zu leben.
Also, gestern kommt mein Nachbar zu mir und fragt mich, was ich denn blos am
Morgen um halb sechs Uhr mache. Das sei ja ein heidenmässiger Lärm gewesen.
Ich war erst platt, dann wurde ich zornig. Nicht wütend, Sarah, zornig. Gerade
der! dachte ich und sagte es auch. Dann habe ich mich darauf besonnen, dass es
so niemals zu einer Lösung kommen kann. Ich habe ihn gebeten, in die Wohnung zu
kommen und habe ihm dann gezeigt, dass ich es unmöglich sein konnte. Er
entschuldigte sich dann für seine Vermutung. Dann fragt er plötzlich, ob es
jetzt ruhiger geworden sei. Ich bestätige das von Herzen. Ich habe ihm gesagt,
dass es richtig schön sei so. Dass ich zwar noch höre, dass Gäste da seien,
aber der Lärm sei weg. So ist es für mich hier angenehm und lebbar. Ich wollte
auch, dass er diese Freude in mir und die Begeisterung darüber, dass es ruhig
ist, richtig merkt. Das hat ihm offenbar sehr gut getan. Dann sagt er, dass er
sich aber nach einer anderen Wohnung umsieht. Da war ich etwas geschockt. Ich
möchte ja nicht, dass er auszieht, sondern, dass es ruhig ist. Doch er meinte
dann sogleich, dass es nicht meinetwegen ist, sondern wegen dem Ventilator des
Trocknungsraumes. Er höre von mir absolut nichts. Ausser mal das kurze Spiel
meiner Katzen, aber das sei nun wirklich nichts. Ich habe ihm erklärt, dass wir
doch mal zusammen sitzen können und einen Brief verfassen können, mit der
Anfrage, dass im Trocknungsraum eine Schallisolation angebracht wird. Er
zögerte erst und war dann einverstanden, nachdem ich ihm sagte, dass sein
Auszug am Lärm nichts ändere, der Nachfolger hätte das gleiche Problem immer
noch. Er meinte, ich solle ihm den Termin nennen, wenn wir alle zusammensitzen.
Dann ging er Sarah, nach eineinhalb Jahren ist es nun so, dass ich mich
riesig freue nach Hause zu kommen. Dass ich ihm nicht ausweiche, weil ich eine
Stinkwut in mir drin habe. Seit ich von Deutschland zurück bin, habe ich
gewusst, dass ich es schaffe, innerlich so weit zu kommen, dass sich niemand
mehr verändern muss, damit es mir wohl ist. Dass ich das durchaus selbst machen
kann. Dann kommt er und sagt, dass er sich bemühe. Er hat sogar eingesehen, wie
laut es ist, als er seinen Sohn unten selbst gehört hat. Mir ist es vorgekommen
wie in einem Märchen! Das hat mein Herz richtig vor Freude hüpfen
lassen!Du siehst, die innere Ausrichtung hat sich ausgezahlt. Niemand ist mehr böse,
alle sind zufrieden und jeder kann neben dem anderen leben, ohne sich
eingeschränkt zu fühlen.Ist das nicht wunderbar! Ich hoffe, Du kannst Dich
darüber auch so freuen! Ich jedenfalls freue mich wie eine Schneekönigin
darüber! Wir Menschen können wirklich alles erreichen, wir dürfen nur nicht
zweifeln. Das habe ich ganz deutlich erkannt. Jeder Zweifel lässt die Energien
zusammenbrechen. Erst als ich mich nicht mehr von meinen guten und aufbauenden
Gedanken abbringen lassen wollte, hat sich alles aufgelöst.Liebe Sarah, ich wünsche Dir jetzt viel Spass in die neue
Zeit. Ich melde mich bald wieder!
Simonne
27/04/2004
Liebe Sarah
hast Du auch schon gedacht, dass Dein Briefkasten nie mehr einen Brief für Dich bereitlegen wird?
Ich weiss, es ist eine Ewigkeit her, dass ich Zeit und Muse gefunden habe für die Begebenheiten in meinem Leben. Ach, wo soll ich bloss anfangen! Du hast ja das ganze Jahr über nur so am Rande gehört, was alles passiert ist. Und die Veränderungen sind gigantisch!
Vor fast einem Jahr hat eine Kollegin mich mal zu Hilfe rufen wollen. Ich war abwesend und so musste sie sich selbst helfen. Dass das zu einem weitreichenden Schritt führen würde, das ahnten wir beide damals nicht. Dieser Augenblick hat ihr und mein Leben ziemlich auf den Kopf gestellt. Sie hat sich mit einer Methode geholfen, die ihr einen tiefen Prozess ermöglicht hat. Daraus ist ein Workshop geworden, an den sie mich eingeladen hat.
Du kennst mich ja! Ich sagte ihr nach dem Wochenende und der tiefen Erkenntnis durch den Prozess, dass sie mir ein Mail schicken soll, wenn der Workshop steht. Danach habe ich die Sache vergessen. Du weisst, dass ich vergessen kann, das Universum vergisst mit Sicherheit nichts.
So habe ich dann auch Monate später ein Mail von meiner Kollegin bekommen. Ich sah mir das an und fragte mich, an welchen Workshop ich mich denn jetzt wieder angemeldet habe, von dem ich nichts mehr weiss. Ich habe mir dann gedacht, dass das schon richtig ist und bin hingefahren. Ich habe ein Wochenende erlebt, das mich aus den Socken gehauen hat. Und genauso ist es auch jetzt noch. Aus diesem Workshop ist die gesamte Ausbildung geworden. Eine Ausbildung, die so tief geht, wie nichts, was ich bisher gemacht habe. Ich entdecke uralte Geschichten in mir, die mich in vieler Hinsicht blockierten und gebremst haben. Manche sind so alt, dass ich fasziniert bin, wie gut mein Bewusstsein das im Körper das versorgt und vergessen hat. Wir wissen, dass es so ist, und doch ist es faszinierend, wie gründlich der Mensch vergisst.
Rückblickend möchte ich Dir schildern, wie schön das Universum mich auf diesen Weg geführt hat und wie wunderschön es ist, das jetzt geniessen und mit tiefer Dankbarkeit anerkennen zu dürfen.
Die Ausbildung war mir schon am Abend des ersten Tages am Workshop klar. Ich habe das Buch zur Geschichte der Journey in einem Abend gelesen. Danach war für mich klar, dass ich diese Ausbildung machen werde. Ich habe in London angerufen und bald waren die gesamten Unterlagen auf dem Mailserver. Dann habe ich - ohne den ersten Intensivworkshop besucht zu haben - trotzdem meinen Platz zur Akkreditierung bekommen. Damit war klar, dass ich aufgenommen war!!!! Genau wie meine Kollegin auch. Ich bin an diesem Morgen schlicht ausgeflippt. Nach dieser Nachricht, wurde mir vollkommen überraschend und in einer grossartigen Geste das Geld zur Verfügung gestellt. In diesem Augenblick wusste ich, dass das Universum wirklich möchte, dass ich diese Ausbildung machen kann. Ich wurde zu sensationellen Konditionen auf Fluglisten gesetzt, Hotels waren immer in der Nähe und günstig, Fahrten mit Taxis wurden immer billiger, weil gerade noch jemand an diesen Ort musste, wenn mal was schief ging, wurde mir und meiner Kollegin ganz einfach und liebevoll geholfen. Manchmal war ich auch ganz berührt, wie gut für mich gesorgt wurde. Ich hatte oft vier Tage hier in Zürich zu arbeiten, dann war wieder ein drei oder fünf-Tageworkshop in England. Kaum zurück war die Praxis voll gebucht. Dann ein Wochenende England, wieder zu Hause und so weiter. Es waren vier Monate die ich zwischen Hotels, Flugzeugen und zu Hause verbrachte. Dennoch war für mich immer perfekt gesorgt. Irgendwie schaffte ich es immer, alles unter Dach und Fach zu bekommen, hatte genug Luft für Ruhe und Entspannung. Entweder, weil ich von meinen wunderbaren Freunden eingeladen wurde, oder sie mich ganz in Ruhe liessen, nichts von mir erwarteten und dennoch da waren. Meine beiden Tierchen wurden wundervoll versorgt. Auch da war das Universum umsichtig und hat genau die richtigen Hüter besorgt.
Es war der schicksalhafte Anruf, den ich nicht entgegen nehmen konnte, der diese traumschöne Zeit ermöglicht hat. Du glaubst nicht, wie wundervoll leicht und einfach es im Grunde war. Ich habe kaum etwas dazu beigetragen. Und ich habe eine Kollegin, die wirklich ein Schatz ist. Wir sind durch so viele Prozesse hindurch, wir haben in harten Prozesstagen unser Zimmer geteilt und nie haben wir Probleme bekommen, selbst dann, wenn echt was schief ging. Im Gegenteil, manches wurde zwar unmöglich und hart, doch unsere Herzen wussten, dass das nicht so schlimm ist. Dann haben wir uns unter die Arme gegriffen und wenig später, unter Tränen manchmal, über alles gelacht. Es hat noch nie so viele Tränen gegeben in meinem Leben! Noch nie war ich so berührt, überwältigt, traurig, voller Schmerz, voller Freude und Glück und voller Dankbarkeit, wie in den letzten Monaten meines Lebens.
Diese Ausbildung hat mich zu dem werden lassen, was ich im Innersten immer ahnte, dass es da ist. Viele Schichten haben dieses Wesen verdeckt. Es hervorzubringen war und ist nicht ganz einfach, und dennoch möchte ich es nicht missen. Ich würde es wieder tun! Das Gefühl nochmals ganz vorne anzufangen, manches wieder neu lernen, anderes anders machen und dabei diesen Frieden in mir zu spüren, das ist jede Träne wert, die ich geweint habe. Das ist jeder Augenblick wert, in dem ich in die Knie gegangen bin und dachte, dass ich das nie schaffen würde. Es ist der Friede, der im Herzen ruht und der eine grenzenlose Freude und Dankbarkeit ermöglicht.
Meine Liebe, nun weisst Du, was alles geschehen ist und ich hoffe, Du kannst Dich auch so darüber freuen. Ich weiss ja, wie Du mit offenem Herzen diese Zeilen lesen kannst. Sei lieb gegrüsst und bis bald!
Liebe Sarah, ich wünsche Dir jetzt viel Freude, eine wundervolle und liebevolle Zeit.
Simonne
27/09/2003
Liebe Sarah
ich hoffe, Du hast Dich in Deinem neuen Heim gut eingelebt. Hier haben sich die Dinge auch geregelt und unsere virtuellen
Ideen sind realisiert.
Heute bin ich wieder einmal zur Weiterbildung in Aeschi gewesen. Du weisst ja,
unsere Energiearbeit. Die Gruppe hat sich über zwei Jahre nun ganz wunderbar
entwickelt und heute war der letzte offizielle Schulungstag für dieses Jahr. Im
November wird noch ein Spezial sein, aber mit der Gruppenarbeit hat es nicht
viel zu tun.
Was ich heute erlebt habe, berührt mich sehr. Ich muss Dir das unbedingt
erzählen! Wir haben ja oft darüber gesprochen, dass sich die Erledigung
von Dingen im Leben eines Menschen manchmal sonderbare Wege suchen. Heute
ist so ein Tag gewesen!
Um der heutigen Begebenheit den richtigen Rahmen zu geben, muss ich Dir die
Geschichte in Erinnerung rufen.
Es geht um die Ereignisse im Herbst 1996. Damals hat sich der Kontakt zu einer
guten Kollegin ohne jeglichen nachvollziehbaren Grund abgebrochen. Ich brauchte
ziemlich lange, um das zu überwinden. Du kannst Dich sicher noch daran
erinnern. Du weisst auch, dass ich immer nach einer Erklärung für ihr
Verhalten gesucht habe. Es ging mir immer darum, dass sich die Sache einmal auf
ruhige und faire Art klären kann.
Nun ist am vergangenen Freitag etwas ganz Sonderbares passiert. Ich war
einkaufen und habe sie an mir vorbei gehen sehen. Es war aber nicht möglich,
sie anzusprechen. Leider, dachte ich an diesem Freitagvormittag. In diesem
Augenblick hatte ich das Gefühl , eine Chance verpasst zu haben. Du kennst mich
ja sehr gut. Du kannst Dir sicher vorstellen, wie ich mich darüber aufgeregt
habe! Mir kam es vor, als hätte ich DIE Chance verpasst, eine uralte Geschichte
endlich in Ordnung zu bringen. Ich kam mir wie ein Feigling vor, weil ich
einfach so an ihr vorbei gegangen war und nicht zurück gegangen bin, um sie
anzusprechen.
Schliesslich musste ich aber auch einsehen, dass es weder für mich, und
wahrscheinlich auch für sie, wirklich der richtige Zeitpunkt war. Naja, ich
habe mich dann wieder beruhigt. Für mich wurde dann im Laufe der folgenden
Stunden klar, dass es auch ein Zeichen sein konnte, dass die endgültige
Auflösung der Sache nahe war. Da ich keine weiteren Anhaltspunkte hatte, habe
ich die Sache innerlich auf sich beruhen lassen.
Heute in Aeschi haben wir eine Meditation gemacht. Es ging darum, sich mit
seinen Helfern oder feinstofflichen Freunden zu verbinden.
Zu Beginn dieser Meditation habe ich ein Bild meines Helfers erhalten. Das war
wunderschön, wie immer. Ich habe Dir davon schon geschrieben. Bevor ich den
Anleitungen unserer Leiterin weiter folgen konnten, wurde mir ein Bild meiner
damaligen Kollegin gezeigt. Ich war offengestanden sehr überrascht, dass ich
mit diesem Bild konfrontiert werde. Mir wurde gezeigt, wie es damals war und ich
konnte auch die entsprechenden Gefühle jener Zeit wahrnehmen. Dann hat sich das
Bild verändert und ich konnte ihre damalige Situation deutlich wahrnehmen und
auch die entsprechenden Gefühle. Plötzlich wurde mir klar, warum sie sich
zurückgezogen hat! Es war alles einfach sonnenklar und völlig geklärt. Mit
der Ruhe, die ich plötzlich in mir wahrnehmen konnte verschwand das Bild von
ihr.
Meine Meditation ging dann genau nach Anleitung weiter. So schön und so
intensiv wie heute war sie aber noch nie!
Jetzt bin ich zu Hause und fühle mich ganz berührt - im
Innersten frei und gelöst. Du kannst Dir vielleicht vorstellen, wie schön es
ist, eine so alte Geschichte abgeschlossen zu haben. Und weisst Du, es war so
wunderbar einfach. Keine von uns musste sich auf der persönlichen Ebene wieder
mit allem konfrontieren, alte Wunden aufreissen war auch nicht nötig. Ich
wollte es für mich lösen, und nicht für beide. Das wurde mir heute gewährt.
Ich weiss ja nicht, ob sie die Konfrontation auch gewollt hätte. Daher war es
auch nicht nötig sie dabei zu haben. Dass ich sie gesehen habe, war nur das
Signal, dass es soweit ist.
Was ich heute erlebt habe, zeigt mir, dass jeder seine alten Geschichten
abschliessen kann, zu jeder Zeit und an jedem Ort. Es braucht auch nicht beide.
Wichtig ist nur, dass die innere Bereitschaft und Ausrichtung besteht.
Du weisst ja, wie sehr mir daran gelegen war, eine saubere und streitfreie
Lösung zu finden. Findest Du nicht, dass diese Lösung ganz besonders liebevoll
ist? Ich sage Dir, auf diese Weise einen alten Konflikt zu lösen ist wunderbar!
Simonne